Ratgeber · Steuerberater
Steuerberater: KI mit Lohnabrechnungen, Steuererklärungen und Urkunden nutzen
Eine Steuerkanzlei verarbeitet täglich die sensibelsten Daten ihrer Mandanten: Steuer-IDs, IBAN, Lohnabrechnungen, Einkünfte, Vermögen. KI kann Stunden sparen, wenn es darum geht, ein Schreiben des Finanzamts zu erklären, einen Mietvertrag zu prüfen oder eine Antwort zu entwerfen. Doch diese Dokumente sollten die Kanzlei nicht unverändert verlassen.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Welche Pflichten gelten
- Verschwiegenheit: Steuerberater sind zur Verschwiegenheit verpflichtet (§ 57 Abs. 1 StBerG); die unbefugte Offenbarung von Mandantengeheimnissen ist nach § 203 StGB strafbar.
- Externe Dienstleister: Wer IT- oder Cloud-Dienste einbindet, muss die Voraussetzungen des § 62a StBerG erfüllen: sorgfältige Auswahl, Verpflichtung zur Verschwiegenheit in Textform und Offenlegung nur, soweit erforderlich.
- DSGVO: Nur die erforderlichen Daten verarbeiten und Auftragsverarbeiter vertraglich binden (Art. 28).
Was die KI nicht braucht
Um ein Schreiben zu erklären oder eine Klausel zu prüfen, braucht die KI den fachlichen Inhalt, nicht Name, Steuer-ID, Konto oder Anschrift des Mandanten.
- Ersetzen Sie Kennungen: Namen, Steuer-IDs, Steuernummern, USt-IdNr., IBAN, Anschriften, Aktenzeichen.
- In Tabellen auf ganze Spalten mit personenbezogenen Daten und auf Blattnamen achten.
- Prüfen Sie das Unsichtbare: Kommentare, Autor, Dateieigenschaften.
- Prüfen Sie das Ergebnis, bevor Sie es senden.
Wo Maskwise hilft
Maskwise prüft die Prüfziffer der Steuer-ID und anderer Kennungen aus fünf Ländern, erkennt IBAN und Anschriften und lässt Excel-Formeln intakt, wenn es Werte durch Platzhalter ersetzt. Es prüft auch Kommentare, Tabellenblätter, Diagramme und Dateieigenschaften und kontrolliert jede Kopie, alles auf Ihrem Mac.
Kurz gesagt
- Die KI braucht den fachlichen Inhalt, nicht die Identität des Mandanten.
- Ersetzen Sie Steuer- und Bankkennungen, bevor Sie etwas senden.
- Prüfen Sie bei KI-Anbietern die Anforderungen des § 62a StBerG.
Schwärzen Sie personenbezogene Daten, bevor Sie KI nutzen, ohne dass sie Ihren Mac verlassen.
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